Steuer
Vorsteuer und Umsatzsteuer einfach erklärt
Der Unterschied ist leichter, als er zuerst wirkt: Beim Einkauf sprichst du meist von Vorsteuer, beim Verkauf von Umsatzsteuer. Schwieriger wird es erst, wenn du Brutto, Netto und Steueranteil sauber trennen musst.
Vorsteuer oder Umsatzsteuer?
Bei einer Eingangsrechnung kaufst du etwas ein. Der Steueranteil auf dieser Rechnung heißt für dich Vorsteuer. Bei einer Ausgangsrechnung verkaufst du etwas. Der Steueranteil, den du deinem Kunden verrechnest, heißt Umsatzsteuer.
| Situation | Du bist... | Steuer heißt bei dir | Typische Wirkung |
|---|---|---|---|
| Eingangsrechnung | Käufer | Vorsteuer | Du hast eine Forderung gegenüber dem Finanzamt. |
| Ausgangsrechnung | Verkäufer | Umsatzsteuer | Du schuldest diesen Steueranteil dem Finanzamt. |
Einkauf = Vorsteuer. Verkauf = Umsatzsteuer.
Brutto, Netto und Steuer trennen
Viele Aufgaben geben einen Bruttobetrag inklusive 20 Prozent an. Dann musst du zuerst zurückrechnen:
Netto = Brutto / 1,20 Steuer = Brutto - NettoBeispiel: Eine Eingangsrechnung beträgt 1.200 Euro brutto.
Netto = 1.200 / 1,20 = 1.000 Euro. Vorsteuer = 200 Euro.
Steht „inklusive Umsatzsteuer“ dabei, musst du meist aus dem Brutto zurückrechnen.
Einkauf und Verkauf entscheiden, ob Vorsteuer oder Umsatzsteuer angesprochen ist.
Netto und Steuer werden getrennt betrachtet, weil sie unterschiedliche Konten betreffen.
Warum ist das in Buchungssätzen wichtig?
Netto und Steuer landen nicht auf demselben Konto. Beim Wareneinkauf kann der Nettobetrag zum Waren- oder Aufwandskonto gehören, während die Vorsteuer separat gebucht wird. Beim Verkauf landet der Nettoanteil bei den Erlösen, die Umsatzsteuer wird als eigener Steueranteil erfasst.
Genau deshalb trainieren gute Übungen zuerst das Erkennen: Einkauf oder Verkauf? Brutto oder Netto? Welche Steuerart? Erst danach wird der vollständige Buchungssatz gebildet.
Steuerlogik sicher anwenden
In der App übst du zuerst Steuerart und Beträge, danach vollständige Buchungssätze mit Vorsteuer und Umsatzsteuer.