Buchhaltung lernen

Geschäftsfälle

Einkauf und Verkauf in der Buchhaltung

Einkauf und Verkauf sind zwei Blickrichtungen auf den Warenkreislauf. Beim Einkauf kommt etwas ins Unternehmen. Beim Verkauf geht etwas an Kundinnen oder Kunden hinaus. Für Anfänger ist diese Unterscheidung wichtiger als jede Kontonummer.

Einkauf: Das Unternehmen bekommt etwas

Beim Einkauf kauft das Unternehmen Waren, Material oder Leistungen. Die Rechnung kommt von einem Lieferanten. Wenn sofort bezahlt wird, ist meist Bank oder Kassa betroffen. Wenn später bezahlt wird, entsteht zuerst eine Verbindlichkeit.

Verkauf: Das Unternehmen gibt etwas ab

Beim Verkauf liefert das Unternehmen Waren oder Leistungen an Kunden. Dadurch entsteht ein Erlös. Wenn der Kunde sofort zahlt, steigt Bank oder Kassa. Wenn der Kunde später zahlt, entsteht zuerst eine Forderung.

FrageEinkaufVerkauf
Wer stellt die Rechnung?LieferantUnser Unternehmen
Was entsteht bei späterer Zahlung?VerbindlichkeitForderung
Typische RichtungWaren oder Leistungen kommen hereinWaren oder Leistungen gehen hinaus
Erfolgswirkungmeist Aufwand oder Bestandmeist Ertrag
Merksatz

Einkauf beginnt mit der Frage: Was bekommt das Unternehmen? Verkauf beginnt mit der Frage: Was gibt das Unternehmen ab und wofür bekommt es Geld?

Warum Kunden und Lieferanten wichtig werden

In einfachen Aufgaben reicht oft ein Sammelkonto wie Forderungen oder Verbindlichkeiten. Im echten Alltag möchte man aber wissen, welcher Kunde noch nicht bezahlt hat oder welcher Lieferant noch Geld bekommt. Deshalb werden Kunden- und Lieferantenkonten verwendet.

Der nächste Lernschritt

Sobald Einkauf und Verkauf sicher auseinandergehalten werden, kannst du Geschäftsfälle ruhiger lesen: zuerst wirtschaftliche Richtung, dann Kontoart, dann Soll und Haben.

Lernregel: Lies zuerst den Satz. Suche dann erst die Konten. Wer sofort mit Kontonummern startet, übersieht oft, ob es Einkauf oder Verkauf ist.

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