Bilanzanalyse

Kennzahlen

Eigenkapitalquote, Anlagendeckung, Liquiditätsgrade: Kennzahlen machen aus einer Bilanz ein Urteil über das Unternehmen. Erst nachschlagen und verstehen, dann Formeln und Bedeutung üben.

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Alles an einer durchgerechneten Bilanz: Bilanzkennzahlen einfach erklärt

Welche Kennzahlen du hier lernst Überblick über die Bilanzanalyse und wie du am besten übst

Kennzahlen lernen und üben

Kennzahlen verdichten eine Bilanz auf wenige Werte, an denen man ablesen kann, wie solide ein Unternehmen finanziert ist und ob es seine Rechnungen bezahlen kann. In der Bilanzanalyse, wie sie an HAK und Fachhochschulen in Österreich gelehrt wird, stehen vier Gruppen im Mittelpunkt.

Kapitalstruktur: Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote zeigt, welcher Anteil des Gesamtkapitals aus eigenen Mitteln stammt. Je höher sie ist, desto krisenfester ist das Unternehmen. Als Faustregel gilt ein Wert über 30 % als sehr gut.

Fristgerechte Finanzierung: Anlagendeckungsgrad

Der Anlagendeckungsgrad prüft die goldene Bilanzregel: Langfristig gebundenes Vermögen soll mit langfristigem Kapital finanziert sein. Beim Anlagendeckungsgrad II zählt neben dem Eigenkapital auch das langfristige Fremdkapital; er sollte mindestens 100 % erreichen.

Kurzfristige Zahlungsfähigkeit: Liquiditätsgrade und Working Capital

Die Liquidität 1., 2. und 3. Grades vergleicht flüssige Mittel, Forderungen und Vorräte Schritt für Schritt mit dem kurzfristigen Fremdkapital. Das Working Capital ist der Überschuss des kurzfristigen Umlaufvermögens über die kurzfristigen Schulden, in Euro.

Innenfinanzierungskraft: Cashflow

Der Cashflow nach der Praktikermethode zeigt, wie viel Geld ein Unternehmen aus eigener Kraft erwirtschaftet: Jahresüberschuss plus Abschreibungen plus Veränderung der langfristigen Rückstellungen.

So übst du am besten

  1. Lernen: Formel, Fundstelle in der Bilanz und Bedeutung jeder Kennzahl nachschlagen.
  2. Üben: Formeln und Richtwerte mit Karteikarten wiederholen, bis sie sitzen.
  3. Anwenden: In der Übung Kennzahlen aus der Bilanz alle sieben Werte aus einem vollständigen Abschluss selbst berechnen, auch ohne Konto.

Fragen und Antworten

Welche Kennzahlen gehören zur Bilanzanalyse?

Die wichtigsten sind die Eigenkapitalquote für die Kapitalstruktur, der Anlagendeckungsgrad für die fristgerechte Finanzierung, die Liquidität 1. bis 3. Grades und das Working Capital für die kurzfristige Zahlungsfähigkeit sowie der Cashflow für die Innenfinanzierungskraft.

Wie lerne ich Kennzahlen am besten?

Erst die Formel und ihre Fundstelle in der Bilanz verstehen, dann Formeln und Richtwerte mit Karteikarten wiederholen und zuletzt die Kennzahlen aus einer vollständigen Bilanz mit GuV selbst ausrechnen.

Kann ich Kennzahlen ohne Anmeldung üben?

Ja. Die Übung Kennzahlen aus der Bilanz ist ohne Konto nutzbar. Mit einem kostenlosen Konto sind zusätzlich die Erklärungen und die Karteikarten offen.

Richtwerte sind Faustregeln für Lernzwecke. Redaktion & Methodik · Stand: